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Evangelischen Stiftung Alsterdorf
Projekt

Kinder-Kunstprojekt im Kinderheim Erlenbusch

Die Idee zum Kinder-Kunstprojekt im Kinderheim Erlenbusch entstand während der Corona-Pandemie. Das Ziel war, ein gemeinsames Kunstprojekt für schwer- und mehrfachbehinderte Kinder zu entwickeln.

Kinderhände malen ein Bild

Susanne Okroy, die Leitung des Kinderheims Erlenbusch war von Anfang an von der Idee begeistert. Gemeinsam wurde beschlossen, das Projekt während der Ferienzeit über zwei Wochen durchzuführen, um den Kindern viel Zeit zu geben, um sich auszuprobieren.

Das Ziel des Projekts war, Kunst zum Schmecken, Riechen, Fühlen, Hören und Tasten zu schaffen. Die Projektleiterin und die Leitung des Kinderheims wollten den Kindern wertvolle Zeit schenken und sie auf eine künstlerische Reise mitnehmen, bei der der Weg das Ziel war. In einer Teamsitzung stellten sie ihre Idee vor und gemeinsam mit den Gruppenleiter*innen wurde geschaut, für welche Kinder dieses Projekt gut wäre.

Kunst zum Schmecken, Riechen, Fühlen, Hören und Tasten

Dafür wurde jede Gruppe besucht, um die Kinder kennenzulernen und mit den Mitarbeitenden das Projekt zu besprechen. Wir haben für jedes Kind einen Steckbrief gemacht, um zu erfahren, was es gerne mag, ob es lieber liegt oder sitzt, welche Musik es gerne hört und ob es ein aktives oder passives Kind ist. Während der Projektzeit wurde eine 1 zu 1 Betreuung für jedes Kind gewährleistet, um sicherzustellen, dass die Kinder vertraute Bezugspersonen bei sich hatten.

Anhand der Steckbriefe wurden verschiedene künstlerische Impulse und Projekte entwickelt. Zusammen mit der Kunstpädagogin Frau Sabine Treeß wurden Kunstkisten für unterschiedliche Impulse entwickelt: z.B. Fühlbilder, selbstgemachte Bodylotion, Tonkugeln, Gipsabdrücke, Lieblingsfarben, Bodypainting, Feriengeschichten und ein Gruppenmobile. Jeden Morgen wurde der große Gruppenraum vorbereitet und alle Materialien wurden zurechtgelegt.

Das Projekt wurde in drei nacheinander festgelegten Gruppen durchgeführt. Insgesamt waren 14 Kinder, 14 Mitarbeitende und eine Ergotherapeutin dabei. Jeden Morgen erklärte Frau Treeß, was an diesem Tag gemacht wurde und es wurde geschaut, wie es jedem Kind geht und welche Lagerung heute für jedes Kind gut ist.

Es wurde gefühlt, gerochen, getastet, gespürt und gehört. Während der Projektzeit entstand eine intensive Beziehungs-Kunst zwischen den Kindern und den Mitarbeitenden. Die Kinder haben ihre Vorlieben und Abneigungen gezeigt, zum Beispiel, ob sie Fell oder Papier bevorzugen oder ob sich Kleister gut anfühlt oder nicht.

Raum für Kreativität wurde geöffnet

Die Kinder haben uns über diesen besonderen Zeitraum in unterschiedlichen Formen mitgeteilt, wie sehr sie diese ruhige und intensive Zeit genießen konnten. Fähigkeiten wurden entdeckt und gefördert und der Raum für Kreativität war geöffnet.

Wir bedanken uns sehr bei Susanne Okroy für die Offenheit und das Vertrauen in dieses Projekt. Ein großer Dank geht zudem an die Mitarbeitenden des Erlenbusch sowie an Frau Treeß für ihr Engagement.

Verschiedene künstlerische Impulse aus diesem Projekt

Mit sehr vielen Ideen und Impulsen für das künstlerische Gestalten als Form der Kommunikation mit Kindern, die überwiegend non-verbal sind:

Lieblingsfarben Die "Lieblingsfarben" der Kinder aus dem Erlenbusch …
Fühlbilder Interessante Materialien werden zu Fühlbildern
Tonkugel Die "Die Tonkugel der Kinder aus dem Erlenbusch
Bodypainting Die "Körpererfahrung mit Farben und Gerüchen: Bodypainting
Gipsabdrücke Gipsabdrücke sollen Körperwahrnehmung anregen
Feriengeschichtenstöcke Feriengeschichtenstöcke – Geschnitzte Reisegeschichten und Erinnerungen

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