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Evangelischen Stiftung Alsterdorf

Zusammen im "Horror": Tammi berichtet vom Ausstellungsbesuch

Tammi ist stark seheingeschränkt und wollte gern eine Ausstellung besuchen. Hier ist ihr Erfahrungsbericht.

Halloween-Special - ein gespenstisch gestalteter Raum
Ein per KI gespenstisch gestalteter Raum

Den ersten Kontakt mit dem Projekt zusammenkultur hatte ich im Rahmen eines Gesprächs. In entspannter Atmosphäre ging es um meine Interessen und meine Schwierigkeiten, diese umzusetzen. Es fehlt mir eine Begleitung zu kulturellen Veranstaltungen und Events.

Ich wollte zu einem Halloween-Special ins Hamburg Dungeon und brauchte eine Begleitung. 
Dies führte mich dann zu der Begleitung durch Veli. Yuri stellte den Kontakt her und es kam zu einem ersten Telefonat mit Veli.

Veli ist hauptsächlich in der Assistenz tätig und somit erfahren im Umgang mit eingeschränkten Menschen. 
Am Tag der Veranstaltung traf ich mich dann mit Veli und Yuri an der Haltestelle Baumwall. Wir haben kurz ein paar Worte gewechselt, Eintrittskarten ausgetauscht und dann ging es los.

Veli und ich haben uns auf den Weg gemacht.

Unterwegs quatschten wir über unsere Arbeit und unseren Alltag. Veli konnte sich super auf mich einlassen, und auch ich fühlte mich sehr wohl. Veli war immer in der Nähe, ohne übervorsichtig und bemutternd zu sein.
Im Dungeon angekommen, gab es erstmal ein Foto. Veli durfte mich dabei „erwürgen“. Das lustige Ergebnis konnten wir dann am Ende in Hochglanz kaufen.

Dann ging es in den Hauptteil der Ausstellung.

Es war nicht mein erster Dungeon Besuch. Nach dieser langen Zeit stellte ich fest, dass sich einiges dort verändert hatte. Die Wege waren zum Teil anders und einige Räume sahen auch anders aus. Insgesamt war es ziemlich dunkel dort. Selbst Veli stellte fest, dass es auch für einen Normalsichtigen dunkel war. Teilweise habe ich mich dann auch bei Veli eingehakt, weil der Boden im Dungeon teilweise uneben ist. 

Aber ich hatte durchgehend das Gefühl, dass ich mich auf Veli verlassen konnte. Veli ist immer in der Nähe geblieben und hat mich super unterstützt und mir Fragen beantwortet. 

Nach dem „Erhängen“ am Schluss kamen Veli und ich im Shop des Dungeon an. Dort ließ Veli mich in aller Ruhe alles ansehen, ohne mich zu stressen. Dann kaufte ich noch das „Würgephoto“ und wir machten uns auf dem Weg zum Ausgang.

Draußen rauchte ich eine und wir ließen nochmal alles Revue passieren. Obwohl Veli nicht wie ich ein großer Horrorfan ist, hat es auch ihr Spaß gemacht.

Mittlerweile war es draußen dunkel geworden. Veli und ich hatten den halben Rückweg zusammen. Dann verabschiedeten wir uns und jeder ging mit einem guten Gefühl nach Hause.

Ich finde dieses Projekt zusammenkultur gut, wichtig und auch motivierend.

Es ist hilfreich dafür, Mut zu fassen und mehr rauszugehen und Veranstaltungen mitzuerleben. Ich muss mich nicht verkriechen, nur weil ich keine Begleitung habe. Daher finde ich, ist dieses Projekt eine gute Sache. Vielen Dank für eure gute Arbeit.

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